• Zahngesundheit beginnt bei der Ernährung. Gesunde, faserreiche Kost schützt vor Zahnverlust.

Zahngesundheit mit der richtigen Ernährung

Denken Sie beim Wort Zahnarzt auch sogleich an unangenehme Bohrgeräusche und Zähne entfernen?

Bis vor wenigen Jahrzehnten war das auch durchaus berechtigt, mittlerweile hat sich das Bild in Zahnarztpraxen jedoch um 180 Grad gewandelt.

Zahnärzte achten heute unbedingt und an erster Stelle auf Vorbeugung und Erhaltung der Zähne.

Dazu gehören Vorsorgeuntersuchungen und eine regelmäßige Prophylaxe. Bei uns heißt diese Prophylaxe SOLO-Prophylaxe und wir können guten Gewissens sagen, dass bei konsequenter Anwendung, kombiniert mit sorgfältiger häuslicher Pflege, Zähne und Zahnfleisch viel länger gesund und attraktiv bleiben. Meist das ganze Leben lang.

Aber was kaum jemand weiß, und auch wenig in den Medien publiziert wird, ist dass richtiges Kauen und die richtige Ernährung für die Zähne und den gesamten Zahnhalteapparat extrem wichtig sind.

Warum dies so ist lesen Sie in unserem aktuellen Artikel.

Auch Zähne brauchen Krafttraining

Wird der Zahnhalteapparat, und dazu gehören außer den Zähnen, das Zahnfleisch, die Kieferknochen und Kiefermuskel sowie das Gewebe, nicht genügend beansprucht, so kann er sich zurückbilden.

Wie auch im übrigen Körper sorgt regelmäßige und richtige Belastung für Kraft und Gesundheit. Entsprechend dem Motto der Fitness-Studios: „Was nicht trainiert wird, verkümmert“. Und die natürliche Belastung der Zähne und Kieferknochen ist der Kauvorgang. Richtiges, langsames und gründliches Kauen.

Unter diesem Gesichtspunkt betrachtet, sind Fast Food Mahlzeiten, Weißbrot und sonstige stark vorverarbeitete Lebensmittel nicht empfehlenswert. Diese sollten, auch aus anderen ernährungsrelevanten Gründen, auf dem Speiseplan eine Ausnahme bleiben.

Alles, was dem Kiefer und dem Knochen Arbeit abnimmt, schwächt ihn auf Dauer. Ganz davon zu schweigen, dass das sogenannte Convenient Food einen hohen Bestandteil von Kohlenhydraten aufweist, die die Wegbereiter von Karies und Zahnfleischentzündungen sind.

Wer also seinen Zähnen etwas Gutes tun will, nimmt hochwertige und unbehandelte Nahrung zu sich, die aus Vollwertkost und stark faserigen Bestandteilen besteht. So haben Kiefer und Zähne etwas zu tun, und bleiben stark und kräftig.

Wenn Zucker beziehungsweise Kohlenhydrate, dann richtig

Sich zahngesund zu ernähren bedeutet, weitestgehend auf Zucker in Lebensmitteln und Getränken zu verzichten. Sie müssen jedoch Zucker beziehungsweise Kohlenhydrate nicht völlig aus dem Speiseplan verbannen. Sinnvoll ist es allerdings, zu festgelegten Zeiten zu naschen.

Denn schädlich wird der Zucker erst dann, wenn unentwegt Nachschub bereitgestellt wird. In Form von Weißmehlprodukten, Energieriegeln, Softgetränken, Obstsäften und anderen Naschereien.

Besonders Kinder sollten sich angewöhnen, einmal am Tag richtig zu naschen – am günstigsten ist das nach einer Hauptmahlzeit – und sich anschließend gründlich die Zähne zu putzen. Das Gleiche gilt natürlich auch für erwachsene Naschkatzen.

Im weiteren Tagesverlauf sollte dann auch tatsächlich nicht mehr genascht werden. Die Kariesbildung kann so deutlich reduziert werden, weil durch die geregelten „Naschzeiten“ die schädigende Dauerwirkung des Zuckers entfällt.

Fasern sind die natürliche Zahnbürste

Gut für Zähne und Zahnfleisch ist es auch, wie bereits oben erwähnt, wenn Sie vollwertige Nahrung, wie Vollkornbrot und Gemüse, zu sich nehmen.

Diese Lebensmittel sind faserreich und ballaststoffhaltig. Nicht nur, dass solche Nahrungsmittel Zähne und Kiefermuskulatur stärken, sie regen auch dazu an, mehr Speichel zu bilden.

Dieser reinigt die Zähne während des Kauvorgangs und auch durch die Nahrungsfasern erfolgt zusätzlich eine mechanische Reinigung der Zähne.

Außerdem sind in vollwertigen Lebensmitteln auch Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente enthalten, die sich positiv auf die Zahngesundheit auswirken. Die Vitamine E, Vitamin C und Kalzium sind wichtig für gesundes Zahnfleisch, Vitamin D und Fluorid sind wichtig für Knochen und Zähne.

Die Sache mit dem Fluor, oder besser gesagt: Flourid

Besonders Fluorid stärkt den Zahnschmelz und härtet ihn. Fluorid kann dem Körper beispielsweise durch den Verzehr von Fisch, fluoridiertem Speisesalz oder Schwarztee zugeführt werden. Auch in der Zahncreme oder im Mundwasser ist Fluorid enthalten.

Eine Überdosierung an Fluorid bewirkt allerdings das Gegenteil. Diese Überdosierung kann zu weißen Flecken oder Zahnverfärbungen führen. Im weiteren Verlauf ist der Zahn an den geschädigten Stellen anfälliger für Karies.

Wer auf eine ausreichende Fluorid-Versorgung mit den geeigneten Nahrungsmitteln achtet, der braucht nicht noch zusätzlich Fluorid-Tabletten. Ein weiteres, sehr zahngesundes Lebensmittel ist Käse. Die darin enthaltenen Mineralstoffe und Proteine helfen dem Zahnschmelz, sich sehr schnell wieder zu remineralisieren.

Fragen Sie am besten Ihren Zahnarzt, ob Sie zusätzlich zu Ihrer hoffentlich ausgewogenen Ernährung, noch Flouridpräparate benötigen.

Sauer ist nicht lustig

Zähne leiden auch besonders unter Säureattacken. Denn der Zahnschmelz wird durch säurehaltige Lebensmittel angegriffen, obwohl er zu den härtesten körpereigenen Materialien gehört.

Es empfiehlt sich unbedingt, mindestens zehn Minuten zu warten, bevor Sie nach dem Genuss von sauren Speisen oder Getränken, die Zähne putzen. Denn durch die mechanische Reinigung wird der Zahnschmelz zusätzlich stark beansprucht. Eine Alternative sind Zahnpflege-Kaugummis.

Auch ein Stück Käse oder ein wenig Milch können helfen, die Säure schneller zu neutralisieren.

Sie sehen also, dass Sie mit ein wenig Achtsamkeit viel für die Gesundheit Ihrer Zähne tun können. Natürlich unterstützen wir Sie gerne hierbei – fragen Sie uns nach Anregungen und Hilfestellungen.