Wir können in 90 Prozent aller Fälle von Wurzelentzündungen einen erkrankten Zahn erhalten

    Was macht uns da so sicher?

    Eine Wurzelentzündung ist eine unangenehme Sache. Zum einen, weil sie oft vollkommen schmerzfrei anfängt. Und zum anderen, weil, wenn die Schmerzen erst mal da sind, die Krankheit schon sehr weit fortgeschritten ist. Und dann muss die Heilung schnell erfolgen, da sonst Zahnverlust droht.

    Wir tun in unserer Praxis alles, um es nicht zu einem Zahnverlust durch eine entzündete Zahnwurzel kommen zu lassen. Und in 90 Prozent der Fälle gelingt uns das. Wie, das lesen Sie in diesem Beitrag.

    Wie kommt es zu einer Wurzelentzündung?

    Eine Zahnwurzelentzündung, auch Pulpitis genannt, entsteht, wenn durch Karies oder undichte Füllungen Bakterien in den Zahn eingedrungen sind und dort zu einer Abwehrreaktion des Immunsystems führen.

    Anfangs schmerzt der Zahn kaum oder nur bei Einwirkung von Kälte oder Zucker, später oft auch dauerhaft oder immer wieder einmal ohne erkennbaren Auslöser.

    Schreitet die Entzündung weiter voran kann es bis zum Absterben und Verfaulen des Weichgewebes im Zahninneren kommen. Bakterien dringen jetzt durch die feinen Blutgefäße an der Zahnwurzel in den umgebenden Knochen und es entsteht eine Entzündung an der Knochenhaut. Durch Eiter und Gewebsanschwellung entsteht jetzt die gefürchtete dicke Backe. Höchste Zeit, zu handeln.

    Nur was der Zahnarzt sehen kann, kann er entfernen

    In der herkömmlichen Wurzelbehandlung wird oft nur mit einer Lupenbrille gearbeitet, die aufgrund ihrer geringen Vergrößerungskraft kaum ein bestmögliches Arbeiten bietet. Wir dagegen arbeiten bereits seit Anfang an, also seit mehr als 20 Jahren, mit einem Operationsmikroskop, das eine bis zu 30-fache Vergrößerung liefert.

    Es liegt auf der Hand, dass ich unter diesen optimalen Voraussetzungen sowohl die winzig kleinen Wurzelkanalöffnungen als auch die haarfeinen Verästelungen und unregelmäßigen Krümmungen eines Wurzelkanals sehen kann. Je mehr ich erkennen kann, desto besser kann ich durch mechanische Aufbereitung die entzündungsauslösenden Bakterien und das bereits abgestorbene Gewebe entfernen.

    Und das ist die Voraussetzung für Heilung – vollkommene Bakterienfreiheit. Denn nur die garantiert vollkommene Entzündungsfreiheit.

    Manchmal hilft nur hochspezialisiertes Können und jahrzehntelanges Wissen

    Jetzt wird sich der eine oder andere Leser fragen, weshalb ich keine Antibiotika anwende, um die Bakterien und die Entzündung zu beseitigen. Die Antwort ist einfach: Im kranken oder gar abgestorbenen Zahnmark kommt die Durchblutung ganz zum Stillstand. Und da Medikamente über den Blutkreislauf transportiert werden, können sie gar nicht mehr auf diesem Weg im Zahn ankommen.

    Und deshalb hilft nur das mechanische Entfernen aller entzündungsauslösenden Stoffe. Dafür benutzen wir hochsensible und flexible feine Feilen, mit denen wir die Wurzelkanäle öffnen und weiten. So aufbereitet können wir durch mehrfaches desinfizierendes Spülen abgestorbenes Gewebe und die Bakterien ausleiten.

    Danach wird der Wurzelkanal mit einer festabdichtenden Masse versiegelt und der Zahn mit einer zahnfarbenen Füllung verschlossen.

    Der eigene Zahn ist durch nichts zu ersetzen

    Aus meiner über 20-jährigen Erfahrung kann ich guten Gewissens sagen, dass durch eine so durchgeführte Wurzelkanalbehandlung Ihr Zahn mit großer Sicherheit erhalten wird. In über 90 Prozent aller Fälle wird ein solch wurzelbehandelter Zahn weiterhin im Kiefer fest verankert bleiben und seine wichtige Funktionen wahrnehmen.

    Dazu gehört nicht nur, dass er weiterhin seiner Aufgabe des Kauens und Zerkleinerns von festen Speisen nachkommen kann. Auch seine Aufgabe, die Nachbarzähne zu stützen und den Kiefer in seiner physiologisch reibungslosen Funktion zu halten, kann nur der eigene festsitzende Zahn erfüllen.

    Bildnachweis: (c) Drehen_vonkatrin_schmerzen_proDente-e.V.